| Das Risiko für einen gesunden Menschen, in den kommenden zehn Jahren einen Herzinfarkt oder eine Depression zu erleiden, verdoppelt sich, wenn es keine Anerkennung für die geleistete Arbeit gibt. Das gilt besonders für Angestellte in sozialen Berufen, die viel leisten und wenig verdienen. Menschen, die sich sozial engagieren und dafür Anerkennung erhalten, haben eine signifikant verringerte Sterblichkeitsrate im Vergleich zu Menschen, die das nicht tun.
Aber auch wer zu Hause zu wenig Anerkennung erfährt, muss um seine Gesundheit fürchten. Das betrifft vor allem Paare, denen es an einer positiven und ermutigenden Basis mangelt. Wenn die gegenseitige Achtsamkeit nachlässt, verdörrt die Seele.
Wir brauchen die Gefühle, die sie in unserem Organismus auslösen, um gesund zu bleiben, wie die Luft zum Atmen. Das Gehirn schüttet den Laune steigernden Botenstoff Dopamin aus. Anerkennung - egal ob von anderen oder von uns selbst - ist ein ausgesprochener Glücklichmacher.
Tipps zur Steigerung des eigenen "Lobpotenzial":
So bekommen Sie mehr Anerkennung
Ganz ohne "Fishing for Compliments" geht es nicht im Leben. Wenn Sie glauben, auch Sie könnten mehr Anerkennung vertragen, probieren Sie es mal mit meinen Tricks:
Loben Sie selbst mehr, dann erhalten Sie auch mehr Feedback
Werden Sie aufmerksamer für Ihr Umfeld und verschenken Sie mehr Anerkennung an andere. Mal ein anerkennendes Schulterklopfen, ein Dankeschön, eine nette E-Mail, eine Postkarte oder ein Anruf können Wunder wirken.
Eigenlob stinkt NICHT
Achten Sie mal eine Woche lang mehr auf Ihre eigenen Stärken. Loben Sie sich selbst für alles, was Ihnen gelingt.
Weichen Sie Lob nicht aus
Vielen Menschen ist es peinlich, wenn sie gelobt werden. Fordern Sie im Gegenteil doch ruhig mal Lob ein, wenn Sie finden, dass Sie etwas besonders gut gemacht haben.
So loben Sie richtig
Wenn Sie andere mit einem Lob bedenken, ist es wichtig, dass Sie dies ehrlich meinen. Die meisten Menschen sind unheimlich empfindlich, wenn ihnen Unaufrichtigkeit entgegenschlägt. Loben Sie den anderen weniger für seine Fähigkeiten als für die Mühe, die er auf sich genommen hat.
Seien Sie auch gefühlsmäßig bei der Sache
Dem Gelobten tut Ihre Begeisterung und Ihr echtes Interesse an seiner Person gut. Loben Sie deswegen nie nebenbei oder im Vorbeigehen. Nehmen Sie sich Zeit zum Loben!
Paaren Sie in Lob niemals mit Kritik - so nach dem Motto "Das haben Sie jetzt gut gemacht. Wäre schön, wenn Ihnen das öfter gelänge ...!" Dieses Lob ist bei Licht betrachtet nämlich eine ziemlich niederträchtige Kritik. Halten Sie sich am besten an die 5:1-Regel: Auf eine Kritik kommt viermal ein Lob. Daran können Sie sich übrigens auch in Ihrer Beziehung halten!
|